Förderverein Naturparkdorf Gerlfangen e.V.
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Chronik Kriegergedächtnisstätte veröffentlicht Die Arbeitsgemeinschaft zur Erstellung einer Chronik des Kriegerehrenmals Gerlfangen hat eine Unmenge von Dokumenten gesichtet und eine Vielzahl an Interviews geführt. Nun liegt eine umfangreiche und informative Chronik vor, die einen Überblick über die gesammelten Informationen zu den Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen der beiden Weltkriege und die Entstehungsgeschichte der Gedächtnisstätte gibt. Die Kriegergedächtnisstätte in Gerlfangen und die Menschen an die dort gedacht wird, gerieten vor einigen Jahren zusehends in Vergessenheit bis das Denkmal unter tatkräftiger Beteiligung der Bevölkerung, unterstützt von Umweltministerium („Tatort Dorfmitte“-Programm) und Gemeinde, im Jahr 2008 wieder hergerichtet wurde. Bei dieser Aktion kam auch die Frage auf, wer diese Menschen waren und wie dieses Denkmal entstanden ist. Alois Winter und die Arbeitsgemeinschaft zur Erstellung einer Chronik des Kriegerehrenmals Gerlfangen haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen über diesen wichtigen Teil der Gerlfanger Dorfgeschichte zu dokumentieren. Für das nun vorgelegte Buch wurden in den vergangenen vier Jahren Informationen zusammengetragen, eine Vielzahl von Interviews mit Zeitzeugen geführt und zahllose von Mitbürgern zur Verfügung gestellten Dokumente gesichtet. Das Buch beginnt mit dem Vorwort des Autors Alois Winter, dem die Grußworte von Bürgermeister Martin Silvanus, Ortsvorsteher Thomas Hoffmann, der CDU Gerlfangen und dem Volksbund Deutsche Kriegergräberfürsorge folgen. Im Anschluss werden die Biografien der Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen beider Weltkriege vorgestellt. Neben einem Foto, so weit vorhanden, werden Informationen zu Alter, Wohnung, Familie, Sterbeort, Grabstätte, Beruf und Hobbies der Personen gegeben. Ergänzend zu den Biografien enthält das Buch eine repräsentative Auswahl von Dokumenten, z.B. Feldpostbriefe und die Dokumentation einer Vermisstensuche. Ebenso werden Informationen zu den sogenannten Ziehungsjungen, zu Gerlfanger Kriegsgefangenen und zu Zwangsarbeitern in Gerlfangen gegeben. Im zweiten Teil des Buchs wird die Entstehung der Kriegergedächtnisstätte beleuchtet von den ersten Aktivitäten bald nach dem Kriegsende über die Errichtung der Anlage Mitte der 1950er Jahre bis zur umfangreichen Renovierung im Jahr 2008. Dieser Teil wird durch zahlreiche Fotografien illustriert. Im Anschluss wird eine Reihe von Dokumenten aus der Entstehungszeit (z.B. die Baubeschreibung) dokumentiert. Die Chronik wird am Samstag, den 24. November im Anschluss an die Hl. Messe und die Gedenkfeier zum Volkstrauertag vorgestellt. Hierzu lädt die Arbeitsgemeinschaft alle Interessierten zu einem kleinen Empfang um 19:30 Uhr in den Chorraum neben der Empore in der Gerlfanger Kirche. Die Chronik kann bei der Geschäftsstelle Gerlfangen der Kreissparkasse Saarlouis, beim Marienhof und direkt beim Autor Alois Winter (Email: awinter38@t-online.de, Tel.: 06833/1015) zum Preis von 12 Euro erworben werden. Am Gerlfanger Weihnachtsmarkt (1. Dezember) und an der Altenehrung (9. Dezember) wird die Chronik ebenfalls zum Kauf angeboten.
Vorderseite des Einbands der Chronik Beispiel für die Chronik der Gefallenen, Vermissten und Gestorbenen Die Bauschreibung aus dem Jahr 1953 als ein Beispiel für die vielen Dokumente in der Chronik
Den Opfern ein Gesicht gegeben Chronik der Kriegergedächtnisstätte Gerlfangen veröffentlicht Die Arbeitsgemeinschaft zur Erstellung einer Chronik des Kriegerehrenmals Gerlfangen hat eine Unmenge von Dokumenten gesichtet und eine Vielzahl an Interviews geführt. Nun wurde am vergangenen Samstag eine umfangreiche und informative Chronik der Öffentlichkeit vorgestellt, die einen Überblick über die gesammelten Informationen zu den Opfern der beiden Weltkriege und die Entstehungsgeschichte der Gedächtnisstätte gibt. Die Kriegergedächtnisstätte in Gerlfangen und die Menschen an die dort gedacht wird, gerieten vor einigen Jahren zusehends in Vergessenheit bis das Denkmal unter tatkräftiger Beteiligung der Bevölkerung, unterstützt von Umweltministerium („Tatort Dorfmitte“-Programm) und Gemeinde, im Jahr 2008 wieder hergerichtet wurde. Bei dieser Aktion kam auch die Frage auf, wer diese Menschen waren und wie dieses Denkmal entstanden ist. Alois Winter und seine Arbeitsgemeinschaft haben es sich dann zur Aufgabe gemacht, das Wissen über diesen wichtigen Teil der Gerlfanger Dorfgeschichte zu dokumentieren. Zur Buchvorstellung, die im Chorraum der Gerlfanger Kirche stattfand, konnte Alois Winter zahlreiche Gäste begrüßen und bedanke sich bei den vielen Bürgern, die das Buch durch das Bereitstellen von Informationen, Fotografien und Dokumenten erst ermöglicht haben. Bürgermeister Martin Silvanus betonte in seinem Grußwort die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit. Im Anschluss stellte Mitherausgeber Arno Biwer den Inhalt des Buches vor. Der erste Teil behandelt die Opfer der beiden Weltkriege an die in der Kriegergedächtnisstätte erinnert wird. Hier stand es im Vordergrund den Namen ein Gesicht zu geben und sie als normale Menschen darzustellen und eben nicht als namenlose Krieger. Dazu gibt das Buch, neben Sterbeort und Grabstätte, eine Vielzahl von Informationen zum privaten Umfeld der Opfer und auch über die eine oder Anekdote konnte Arno Biwer bei der Vorstellung berichten. Im zweiten Teil des Buchs wird die Entstehung der Kriegergedächtnisstätte beleuchtet von den ersten Aktivitäten bald nach dem Kriegsende über die Errichtung der Anlage Mitte der 1950er Jahre bis zur umfangreichen Renovierung im Jahr 2008. Dieser Teil wird durch zahlreiche Fotografien und Geschichten illustriert. Zum Beispiel der Besuch eines französischen Musikvereins 1961, der spontan einige Trauerlieder an der Gedächtnisstätte spielte. Eine nicht selbstverständliche Geste keine 20 Jahre nach Kriegsende, die vielleicht mehr zur Aussöhnung beigetragen hat als viele gut gemeinte Reden. Im Anschluss an die Buchvorstellung gab der Landesvorsitzende des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Kurt Schoenen Einblicke in die Arbeit des Volksbundes. Dabei unterstrich er den Wert der europäische Einigung und der alltäglichen Friedensarbeit in Europa zu der der Erhalt der Kriegsgräber ebenso einen Beitrag leistet, wie Veröffentlichungen, wie die an diesem Tag vorgestellte Chronik. Beim anschließenden Empfang konnte der Autor Alois Winter noch viele Exemplare seines Buches signieren und viele Fragen beantworten.